EN

Reifendruck berechnen

Gib Gewicht und Reifenbreite ein. Du bekommst den Druck für vorne und hinten, eine Spanne zwischen schnell und komfortabel und siehst, wie sich andere Reifenbreiten auswirken.

1Fahrer und Rad
2Reifen
Abstimmung
Ausgewogen entspricht 15 % Einfederung. Glatter Asphalt rechnet mit 13 %, also etwas mehr Druck, Komfort mit 17 %.
Felge

Spanne von Komfort bis glatter Asphalt

Viele fahren vorne und hinten fast den gleichen Druck. Innerhalb von etwa 0,3 bar ist das unkritisch. Wichtig wird der Unterschied vor allem mit Gepäck oder bei schmalen Reifen, weil hinten sonst Durchschläge drohen.

Der Wert ist ein Startpunkt. Fahr ein paar Runden mit 0,2 bar mehr oder weniger und achte darauf, was sich besser anfühlt.

Andere Reifenbreiten im Vergleich

Gleiches Gewicht und gleiche Abstimmung. Breitere Reifen kommen mit deutlich weniger Druck aus.

So rechnet mybikesetup

Grundlage ist die Einfederungsregel von Frank Berto. Er hat in den 1980er Jahren für das Magazin Bicycling 50 Rennradreifen bei verschiedenen Drücken und Lasten vermessen. Der beste Kompromiss aus Rollwiderstand und Komfort ergibt sich, wenn der Reifen unter Last um etwa 15 % seiner Breite einfedert. Bicycle Quarterly fand in eigenen Rolltests, dass Reifen ungefähr ab diesem Druck nicht mehr schneller wurden.

Entscheidend ist die Last auf jedem Rad, nicht das Gesamtgewicht. Deshalb rechnen wir vorne und hinten getrennt. Berto nennt 45/55 als typisch. Bicycle Quarterly hat beim Rennrad 40/60 und mit Gepäck hinten 35/65 gemessen.

Zwischen Bertos Messpunkten rechnen wir mit einem Modell der Aufstandsfläche, das an seinen Werten kalibriert ist und sie genau trifft. Für Reifen breiter als 37 mm hat Berto nicht gemessen. Dort schreiben wir das Modell fort. Das ist unsere eigene Herleitung und nicht durch Messungen belegt.

Bertos Reifen waren Reifen ihrer Zeit, mit Schlauch. Geschmeidige moderne Reifen federn bei gleichem Druck stärker ein. Nimm den Wert deshalb als Startpunkt, nicht als exakte Vorgabe. Ob du mit Schlauch oder tubeless fährst, ändert die Rechnung nicht. Mit Schlauch steigt bei niedrigem Druck aber das Risiko von Durchschlägen.

Andere Rechner, etwa von Silca oder SRAM, legen ihre Formeln nicht offen. Ihre Werte können deshalb abweichen.

Quellen: Frank Berto, All About Tire Inflation · Jan Heine, Bicycle Quarterly · Bikeradar zur Hookless-Grenze

Reifendruck richtig wählen

Der passende Reifendruck hängt vor allem von zwei Dingen ab: der Last auf dem Rad und der Breite des Reifens. Zu viel Druck macht das Rad hart und auf normaler Straße nicht schneller. Zu wenig erhöht den Rollwiderstand und das Risiko von Durchschlägen.

Der Rechner sucht den Druck, bei dem der Reifen unter Last um etwa 15 % seiner Breite einfedert. Diese Regel stammt vom Ingenieur Frank Berto, der dafür 50 Rennradreifen vermessen hat.

Tabelle nach Gewicht und Reifenbreite im Ratgeber Reifendruck für Rennrad und Gravel →

Häufige Fragen

Welcher Reifendruck bei 28 mm Reifen?

Bei 84 kg Gesamtgewicht aus Fahrer und Rad und der typischen Verteilung 45/55 etwa 4,4 bar vorne und 5,3 bar hinten. Mit 32 mm sind es 3,4 und 4,2 bar. Für dein Gewicht rechnet der Rechner oben.

Brauchen breitere Reifen weniger Druck?

Ja, deutlich. Bei 84 kg sind es mit 28 mm hinten 5,3 bar, mit 40 mm nur 2,9 bar. Bei gleichem Druck federt ein breiter Reifen im Verhältnis zu seiner Breite weniger ein. Berto hat bei 100 psi gemessen, dass ein 20-mm-Reifen um 18 % seiner Breite einfedert, ein 32-mm-Reifen nur um 10 %. Für die gleiche Einfederung reicht dem breiten Reifen deshalb weniger Druck.

Vorne weniger Druck als hinten?

Ja, weil auf dem Hinterrad mehr Last liegt, meist 55 bis 60 Prozent. Viele fahren trotzdem fast gleichen Druck. Innerhalb von etwa 0,3 bar ist das unkritisch. Wichtig wird der Unterschied mit Gepäck oder schmalen Reifen.

Wie viel Druck auf Hookless-Felgen?

Höchstens 5 bar, so legen es ETRTO und ISO fest. Wer nach der Rechnung mehr bräuchte, sollte einen breiteren Reifen fahren.

Kann ich tubeless weniger Druck fahren?

Ja, nach unten hast du mehr Spielraum. Mit Schlauch drohen bei niedrigem Druck Durchschläge, bei denen der Schlauch zwischen Felge und Hindernis eingeklemmt wird. Tubeless fällt dieses Risiko weg, du kannst also eher Richtung Komfort gehen. Der schnellste Druck ist nach Silca für beide Bauarten gleich. Eine belastbare Zahl, wie viel weniger tubeless geht, nennen die Quellen nicht.

Weitere Rechner